» jetzt bestellen

 

Margret Wanetschek

Grünanlagen in der Stadtplanung von München

1790 – 1860

 

Aus dem Inhalt

München als festumschlossene Stadtgestalt

Sprengung der festen Stadtkontur und Öffnung der Grenze zwischen Stadt und Land

Übergang von der baulich geschlossenen zur grün durchlockerten Stadt

Erster städtebaulicher Wettbewerb in Deutschland für die Maxvorstadt

Generalplanungen Teil I und II

Generalplan Abschnitt III

Ausschaltung des Grüns
aus dem architektonischen Städtebau Ludwigs I. und Leo von Klenzes

Der Übergang von einem architektonischen
zu einem Natur neuerlich einbeziehenden Stadtbild

Der zweite und letzte Versuch einer gesamtstädtischen Grünplanung
unter König Maximilian II.

 

Buch

Format 23 x 27 cm
270 Seiten
ca. 140 farbige Abbildungen
Hardcover
Leinenbindung mit Schutzumschlag
ISBN 3-9809147-4-7

 

Kartenbeilage

Münchner Grün
Übersichtskarte und Beschreibung
der Münchner Grünanlagen
Maßstab 1: 12.500
Format 112 x 80 cm

 

Preis

19,50 Euro
Versand innerhalb
Deutschlands: frei

Preise inkl. MwSt

 

» jetzt bestellen

 

   

Städtisches Leben und Hinwendung zur Natur

Bis kurz vor 1800 bleibt der Garten in der Stadt oder vor den Mauern ein privates Vergnügen der wohlhabenden Stadtbürger und ihrer Fürsten.
Der Naturgenuss der übrigen Münchner findet in den Ausflügen zu den umliegenden Wirtschaften und Wallfahrtsorten statt.
Mit der Einrichtung des Englischen Gartens durch den Kurfürsten Karl

  Theodor nach einer Initiative von Benjamin Thompson als dem ersten öffentlichen Volkspark in Europa wird das Grün in der Stadt zu einem Teil des allgemeinen städtischen Lebens.
Aus der Enge und dem Dunkel der mittelalterlichen Stadt tritt der Bürger hinaus in die freie Landschaft und auf die ehemaligen Wälle der entfestigten Stadt.
 
               
               
     

Der Gartenkünstler
als Stadtplaner

Der geniale Schöpfer des Englischen Gartens Friedrich Ludwig von Sckell nimmt als Gartenkünstler wesentlichen Einfluss auf die städtebaulichen Planungen nach 1800.
Nach der Schönfeldvorstadt entsteht nach seinen zukunftsweisenden Ideen der Erweiterungsplan der Maxvorstadt als einer Gartenstadt und Generalpläne für die Gebiete der aufgelassenen Befestigungswerke. Sckell gestaltet zahlreiche Gartenanlagen, die sich bis heute ihren besonderen Wert erhalten haben.
Erst mit dem Wirken des Architekten Leo von Klenze und seines Auftraggebers König Ludwig I. wird das Grün als Kulisse der entstehenden Monumentalbauten wieder aus dem Stadtbild zurückgedrängt.

 
               
               
     

Ein Grünkonzept
für die gesamte Stadt

Mit dem Beginn der Isar-Regulierungen
ab 1839 wird auch der Fluss ein Naturelement in der Stadt zum Nutzen und zur Erholung der Bürger. Unter Bürgermeister Jakob Bauer entsteht eine eigene Stadtgärtnerei und die Isaranlagen bis zum Flaucher, er kämpft für eine durchgehende Promenade entlang der Flussufer.
König Maximilian II. plant sogar einen umfassenden Grünzug um die ganze Stadt nach Entwürfen des Berliner Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné, der zwar nur in Teilen verwirklicht werden kann aber bis heute die Grünplanungen in der Stadt beeinflusst.

   
               
               
     

Die Publikation von Margret Wanetschek gilt als Standardwerk zur Münchner Stadtgeschichte. Detailliert beschreibt die Autorin die Grün-Planungen der königlichen Gärten in der Stadt, die Planungen zu Stadterweiterungen dieser
Zeit und die einzelnen Garten-Planungen für die Monumentalbauten. Sowohl die stadträumliche Bedeutung der Grünanlagen sowie die gesellschaftlichen Strömungen, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben, werden berücksichtigt.

 
               
               
     

Für die Neu-Herausgabe haben der bayerische Staatsminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und der Direktor des Münchner Stadtarchivs Dr. Richard Bauer ein Vorwort verfasst.
Klaus Bäumler stellt das Werk in seinem Nachwort in einen umfassenden zeitlichen Rahmen und ergänzt aktuelle Bezüge.

Die beiliegende Übersichtskarte der Münchner Grünanlagen zeigt die historischen und aktuellen öffentlichen Gärten in ihrem räumlichen Zusammenhang.