Schwarze Tage - Das Münchner Katastrohenbuch   Einsturz der Isarbrücke, 1813   Brand des Nationaltheaters, 1823  
                 
                 
 

» jetzt bestellen

 

Karl Stankiewitz

Schwarze Tage –
Das Münchner Katastrophenbuch

Vom Brückenbrand zur Schneewalze

 

Publikation

Format 23,5 x 29,7 cm
122 Seiten
ca. 80 Abbildungen
Broschurbindung

ISBN-10  3-9809147-9-8
ISBN-13  978-3-9809147-9-6

 

Preis
24,50 Euro
zzgl. Versand innerhalb
Deutschlands: 2,- Euro
Preise inkl. MwSt


» jetzt bestellen

 

Eine Geschichte der
Münchner Katastrophen

       

Bereits die Gründung Münchens beginnt mit einer Katastrophe. Heinrich der Löwe lässt die Isarbrücke abbrennen, die dem Freisinger Bischof zusteht, um eine neue Mautbrücke anzulegen und einen Markt zu gründen, aus dem sich die Stadt München entwickelt.

 

In der 850jährigen Stadtgeschichte folgen zahlreiche Katastrophen: Feuersbrünste, Hungersnöte, Seuchen, Verkehrsunfälle, Überschwemmungen, Brückeneinstürze, Explosionen bis zu den Bombennächten im Zweiten Weltkrieg und den Terrorakten der neueren Zeit.

  »Eskimo-Tragödie« in Kil's Collosseum, 1881
 
               
               
    Sendlinger Bauernschlacht, Erstürmung des Roten Turms auf der Isarbrücke, 1705  

Katastrophen fördern
die Entwicklung der Stadt

   
Wichtige Entscheidungen für den Ausbau der Stadt sind unmittelbar auf katastrophale Ereignisse zurückzuführen. Die Cholera-Ausbrüche im 19. Jahrhundert haben die Sanierung der Stadt und eine neue Wasserversorgung bewirkt. Konsequenz der regelmäßigen Überschwemmungen   war die Regulierung der Isar und ihr Uferausbau. Ein Flugzeugabsturz mitten in der Stadt hat die Neuanlage des Flughafens in Erding wesentlich beschleunigt. Katastrophen zeigen die Verletzlichkeit des Stadtwesens auf und bewirken oft eine grundlegende Verbesserung der Voraussetzungen.
 
               
               
   

Vorsorge und Sicherheit

Gerade die Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte haben uns die trügerische Sicherheit vorgeführt, in der wir leben.
Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen und Schneekatastrophen zeigen, dass die Stadt nicht vor Katastrophen gefeit ist und für viele Herausforderungen gewappnet sein muss.

 

»Elefanten-Katastrophe« bei einem Festzug, 1888

  Einsturz der Bogenhauser Brücke  
                 
                 
      Pulverturm-Explosion, 1835   Der Autor Karl Stankiewitz hat als Münchner Journalist seit mehr als einem halben Jahrhundert das Geschehen in der Stadt begleitet und führt neben den historischen Unglücksfällen und Katastrophen auch die Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf.
Vieles davon ist heute beinahe vergessen, obwohl das Geschehen
 

damals die Stadtbewohner ungeheuer beschäftigt und oft ein gewaltiges Presse-Echo hervorgerufen hat.
Die »Lust an der Katastrophe«, die Neugier und die Sorge um das eigene Wohlergehen machen die Katastrophen bzw. die Berichterstattung über sie auch zu einem Gradmesser der Befindlichkeit der Gesellschaft, in der sie geschehen.

 
                 
                 
     

»Das vorliegende Münchner Katastrophenbuch stellt einen wichtigen Schritt dar, der Bevölkerung die historischen Ereignisse wieder in Erinnerung zu rufen und dadurch die Risikosituation bewusst zu machen. Dies ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, das eigene Vorsorgeverhalten neu zu überdenken und zu verbessern.«

Dr. Gerhard Berz

Leiter der Abteilung »GeoRisikoForschung« der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft von 1974 bis 2004.
Seit 2006 Honorarprofessor für Meteorologie an der Universität München.

  Absturz einer amerikanischen Militärmaschine in München, 1960  
                 
                 
     

Inhalt

       
1158   Zerstörung der Zollbrücke bei Freising
1258   Pogrome gegen die Juden
1327   Feuer in Münchens Gassen
1348   Die großen Pestzüge
1624   Überschwemmungen und Brückeneinstürze
1632   Besetzung durch die Schweden
1705   Sendlinger Mordweihnacht
1823   Brand des Nationaltheaters
1836   Cholera-Epidemien
1857   Explosion neben dem Karlstor
1881   Brandkatastrophe im Fasching
1888   Elefanten-Stampede in der Innenstadt
1925   Bahn-Unfälle in den 20er Jahren
1931   Brand des Glaspalastes
1933   Anfang der »Endlösung«
1944   Bombennächte im zweiten Weltkrieg
1946   Hungersnot
1954   Brand eines Reifenlagers im Westend
 
1956   Radioaktiver Staub von Atombomben
1958   Flugzeugabsturz des Teams von Manchester United
1959   Bilderstürmer in der Alten Pinakothek
1960   Absturz einer amerikanischen Militärmaschine
1970   Anschlag auf ein jüdisches Altersheim
1972   Attentat auf die israelische Olympia-Mannschaft
1973   Totalbrand im Löwenbräukeller
1976   Eisenbahnunglück in Allach
1980   Oktoberfest-Attentat
1983   Blei schneit vom Himmel
1984   Hagelschlag
1987   Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl
1988   Orkanartige Stürme in München
2005   Feinstaub
2006   Schneekatastrophe
    Nachwort:
Karl Valentin, die Katastrophe
  Karl Valentin, die Katastrophe