1632

Castra Suecica ad Norimbergam
Kön. Schwedische Läger zu Nürnberg

Matthäus Merian
Bayerische Staatsbibliothek München

Im Blatt von Merian sind die umfassenden Verteidigungsmaßnahmen dargestellt, die der schwedische König Gustav Adolf anordnete. Nürnberg, im Dreißigjährigen Krieg zunächst neutral, hatte sich dem Schweden angeschlossen. Eingeschlossen wurden in das Verteidigungswerk auch die Vororte Gostenhof und Wöhrd, an der Westflanke wurden zwei Außen-Forts angelegt, die Bärenschanze im hochwasserfreien Bereich südlich der Pegnitz an der Deutschherrenwiese und die Sternschanze oder Jakobsschanze nördlich des Johannisfriedhofs. Die Planungen führten schwedische Ingenieure aus. Zu den Schanzarbeiten wurden zunächst drei der acht Stadtviertel verpflichtet und insgesamt mehr als 3900 Personen von städtischer Seite aufgeboten, dazu kamen an die 500 Soldaten des schwedischen Königs, die von der Stadt bezahlt werden mussten.

 
 
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