1860

Generalplan der neuen Stadt-Anlage vor dem Frauenthor zu Nürnberg

Baurat Solger
Stadtbibliothek Nürnberg

Der überwiegende Anteil der Bevölkerungszunahme bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts siedelte sich im Bereich der Altstadt von Nürnberg an, die schließlich nahezu völlig überbaut war.

Dies war Anlass für eine erste planmäßige Erweiterung der Stadt. Vorgesehen war ein Gelände östlich des Königstorgrabens. Die Marienvorstadt, benannt nach der Gattin des bayerischen Königs Maximilian II., war zumindest im 1. Bauabschnitt geprägt durch ein offenes Bausystem mit Vorgärten und Grünflächen.

Es sollte ein vornehmes Wohnviertel für die wohlhabenderen Bürger entstehen. Bis zu den umfassenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg behielt die Marienvorstadt den Charakter einer Gartenstadt bei. Nach 1945 wurde das Viertel jedoch als Geschäftsviertel wieder aufgebaut. Vom ursprünglichen Charakter ist nichts mehr erhalten.

 
 
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