Eine Münchner Sittengeschichte

       

Ein Blick durchs Schlüsselloch in die Münchner Sittengeschichte – von den Frauenhäusern des Mittelalters bis zum aufgelockerten Umgang mit dem Thema Sex in unseren Tagen – enthüllt Vorgänge, die damals Aufsehen erregten, heute aber eher Amüsement oder auch Verständnislosigkeit hervorrufen.
Karl Stankiewitz, der 50 Jahre lang als Münchner Korrespondent auch darüber

 

zu berichten hatte, erinnert an manchmal gut gemeinte, oft aber verklemmte Versuche hoher Herrschaften, die öffentlich sichtbare Sittlichkeit zu zügeln, sei es durch Konzessionen, Verbote, Zensur oder Strafverfolgung.
Das Süße Leben bekannter Playboys und ihrer Gespielinnen, die absonderlichen Präventionsmaßnahmen gegen Aids

 

oder gegen olympische »Masseusen«, die Verlockungen Münchner Schickeria-Stützpunkte, die Bordellblockaden und Zuhälterkriege, der Kampf gegen den Straßenstrich sowie einige Sensationsprozesse, die ungewöhnliche Einblicke in die Gesellschaft boten, waren zeitweise Tagesgespräch weit über Bayern hinaus.

 
                 
                 
 

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Karl Stankiewitz

Münchner Sittenbuch –
Liebe, Laster und Affairen

Eine Münchner Sittengeschichte

 

Vorwort

Oswalt Kolle

 

Umfang

144 Seiten
120 farbige Abbildungen
Format 23,5 x 29,7 cm
Broschurbindung
ISBN 978-3-9811425-0-1

 

Preis

Preis: 13,50 Euro
Versand innerhalb Deutschlands: 2,– Euro
Preise inkl. MwSt

 

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Der Kampf um die Moral

Begleitet werden die Berichte über Sittenskandale in ihrer Zeit von Artikeln, in denen die gesellschaftlichen Diskussionen vor allem der 60er und 70er Jahre dokumentiert werden. In ihnen werden die fundamentalen Gegensätze der Moralvorstellungen aber auch der grundlegende Wandel zu einer liberaleren Gesellschaft deutlich.

   
             
             
         
               
               
     

Aus dem Vorwort von Oswalt Kolle:

»Aus zwei Gründen fasziniert mich dieses Buch: Erstens, weil der Autor uns wie mit einer Zeitmaschine zurück wirft um Jahrzehnte, meist ohne den milden und sanften Filter der Erinnerung, der sagen will: So schlimm war es doch gar nicht. Diese Rückschau macht deutlich: Es war so schlimm.
Durch beinahe alle Kapitel zieht sich wie ein roter Faden – und das macht Teil zwei meiner Faszination aus – die Geschichte von beamteten oder nicht beamteten, berufsmäßigen Anstoßnehmern, in anderen Worten: von Zensoren. Von Menschen, die einerseits ihre verkrüppelte Sexualität zum Maßstab aller Menschen machen und andererseits den anderen Menschen das Vergnügen an der Erotik versalzen wollen. So sonderbar das auch in einer angeblich so liberalen Stadt wie München klingt.«

Oswalt Kolle

Symbolfigur der »sexuellen Revolution« der 60er und 70er Jahre

 
               
               
         
               
               
     

Aus dem Inhalt

   
Damals schlimm, heute lächerlich
Vorwort von Oswalt Kolle
Rapport aus dem Pordell
Kartendamen und Strizzis
Literatur unter Zensur
Aufbruch der »Urninge«
Unsittliches in Hitlers München
1948   Der Abraxas-Skandal im Staatstheater
1956   Münchner Stadtrat beschließt Sperrbezirk
1957   Hundhammer als Sittenrichter
1960   »Sexbomben« werden entschärft
1960   Die »unzüchtige Schallplatte« der Gisela Jonas
1962   Der Mordprozess gegen Vera Brühne
1962   Minister und Callgirl
1964   Sind Homosexuelle krank?
1967   Streit um Revuegirls
1967   »Andere« Liebe ist keine Sünde
1968   Fanny vor deutschen Richtern
1968   Hair: 30 Nackte auf offener Bühne
 
1969   Polizei in der Sex-Boutique
1969   Schließung der Kunstakademie
1969   Das Positive am Ehebruch
1970   Pornokrieg am Boulevard
1971   »Schulmädchen« ohne Ende
1972   Belagerung der Freudenhäuser
1972   Die sauberste aller Olympiaden
1974   Panzersperre gegen Dirnen
1975   »Sexdoktor« vor Gericht
1975   »Hunter« bündelt Intimes aus Bars und Boudoirs
1977   Senioren-Schickeria, der Fall van Bergen
1977   Bildschirmverbot für Männerliebe und Weiberstreik
1981   Rosen auf nackter Leiche
1984   Gauweiler: Mit Eisernem Besen
1985   Kein Platz für Schwule
1986   Nackerte in der City
1992   Die Sex-Seiten schrumpfen
1993   Blut in der Stricher-Szene
2006   »Die Sitte« hat ausgedient
2007   Kein Thema mehr – oder doch?