Panorama München – Illusion und Wirklichkeit · München als Zentrum der Panoramenherstellung
 
 

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Franz Schiermeier

Panorama München

Illusion und Wirklichkeit


Münchner Foto-Panoramen
München als Zentrum
der Panoramen-Herstellung

Herausgegeben
vom Stadtarchiv München

 

1.   Nachdruck von 9 Fotopanoramen als Leporello
jeweils ca. 29 x 184 cm,
bzw. ca. 29 x 276 cm groß
2.   Broschüre über die Panoramenmalerei in München um 1900

 

Buchhandelspreis: 48,50 Euro

zzgl. Versand innerhalb
Deutschlands
: 5,- Euro
Preise inkl. MwSt

 

Nachdrucke von Münchner Panoramen
6 Formate 29 x 276 cm,
3 Formate 29 x 184 cm,
jeweils gefalzt in einer Kartonmappe

 

1826   Panorama vom Königlichen Hoftheater
1841   Panorama vom Petersturm für die Städtische Feuerwehr
1858   Panorama vom Petersturm
1857   Panorama von der Haidhauser Kirche
1890   Panorama von der Mariahilfkirche in der Au
1890   Panorama von der Matthäuskirche in der Sonnenstraße
1910   Panorama vom Neuen Rathaus
1956   Panorama vom Heizkraftwerk in der Müllerstraße
2009   Panorama vom Petersturm

 

Geschichte der
Panoramenmalerei in München

Buch, 96 Seiten, zahlreiche großformatige Abbildungen

 

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Foto-Panorama vom Nationaltheater München
Foto-Panorama vom Münchner Petersturm 1841
Foto-Panorama von der Kirche in München Haidhausen
Foto-Panorama vom Münchner Petersturm 1858
Foto-Panorama von der Münchner Matthäuskirche in der Sonnenstraße
Foto-Panorama von der Kirche in der Münchner Au
Foto-Panorama vom Münchner Rathausturm
         
         

München als Zentrum der Panoramenmalerei

   
Gemalte Panoramen haben im 19. Jahrhundert das Publikum begeistert. Auf ihnen waren Städteansichten dargestellt, Schlachten und Landschaften. Aber erst zum Ende des Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zum Massenmedium, in ihrer Wirkung nur vergleichbar mit dem Kino im 20. Jahrhundert. Auf riesigen Rundgemälden wurden die Schlachten des Deutsch-Französischen   Kriegs von 1870/71 dargestellt, antike Städte, ferne Landschaften und Szenen aus der Bibel. München wurde für die Produktion dieser Panoramen, die bis zu 15 Meter hoch und 120 Meter breit waren, zu einem der wichtigsten Zentren in Europa. Hier gab es die Künstler wie Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud, reichlich Kunststudenten und die notwendigen Panorama-Ateliers.
  Panorama-Gebäude auf der Theresienhöhe 2A
         
         
Panorama München
         
         
Im Panorama-Atelier: Das Malgerüst mit den Panorama-Malern  

Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland für dortige Panoramagesellschaften Rundgemälde produziert. In Polen, in Russland, in Belgien und sogar in den Vereinigten Staaten. In Milwaukee gab es eine berühmte Panorama-Crew, die vor allem aus deutschen und österreichischen Künstlern bestand. Hier wurden Schlachten aus dem amerikanischen Sezessionskrieg

 

und wie überall auf der Welt Kreuzigungen Christi gemalt. Die Panorama-Gemälde mit dem Thema Kreuzigung wurden zum regelrechten Verkaufsschlager aus München. Mehr als ein Dutzend Kreuzigungspanoramen kreisten über die Kontinente. Bei allen waren Münchner Künstler beteiligt. Gleichzeitig gab es die ersten Urheberrechtsprozesse, geführt von den Panoramagesellschaften.

         
         
Panorama-Atelier auf der Theresienhöhe neben der Ruhmeshalle um 1895   Panorama-Ausstellungsgebäude auf der Theresienhöhe, rechts die Schwanthalerstraße   Der Brand des Panoramagebäudes auf der Theresienhöhe 1915
         
         
   

In drei festen Panorama-Gebäuden in München wurden die Gemälde ausgestellt. Sie gehörten mehreren Gesellschaften und Aktionären. Und in eigenen Panorama-Ateliers auf der Theresienhöhe neben der Ruhmeshalle und an der damaligen Schwabinger Landstraße wurden die Gemälde produziert.

 

Nichts ist davon heute in der Stadt erhalten. Das Buch beschreibt die Entstehung der Panorama-Gemälde, die Auftraggeber und die Künstler. Auf alten Photos und Bauplänen werden die Münchner Panorama-Gebäude lebendig.